Texte zu Bernd Hering

Laudatio zur Eröffnung
…der Ausstellung ‚Nordhessiche Dörfer und Kirchen‘ im Museum der Schwalm Meine sehr geehrten Damen und Herren, was macht ein Hamburger Künstler wie Bernd Hering, der lange in Dänemark, England und Frankreich gelebt hast, in Nordhessen? Er malt – natürlich malt er, weil das sein Weg ist, sich Menschen, Dingen und Landschaften zu nähern. >>> weiterlesen...

Hering und die Landschaft an sich
Die Landschaft ist das Sujet des Malers Bernd Hering. Er sucht sie nicht, sucht sie allenfalls auf. Oder sie stößt ihm einfach zu: eine Felswand mit kubisch-prägnanten Strukturen, ein verstepptes Hügelland mit weichen, weiblichen Formen, eine Ackerfläche mit zum Horizont strebenden Schollenbrüchen, eine gekräuselte Wasseroberfläche, in der sich das abendliche Sonnenlicht spiegelt. >>> weiterlesen...

Hering und die ordentliche Arbeit
»Ich zwinge nichts. Ich versuche nicht, mit Gewalt eine Lösung zu finden. Es gibt lange Perioden, wo ich auf der Stelle trete. Das ist vordringlich ein geistiges Problem. Manchmal habe ich auch technische Probleme. Aber technische Probleme lassen sich lösen.« >>> weiterlesen...

Hering und die Verachtung des Zeitgeistes
»Die Tatsache, daß in der Tagespresse täglich(!) geschrieben werden muss – entgegen der Tatsache, dass sich in der Kunst nicht täglich etwas Neues abspielt – hat zur Akzeleration des Kunstbetriebes geführt. Daß Kunst in die Hände der Tagespresse gefallen ist, ist derart unverträglich und widersprüchlich, dass es nur ein böses Ende nehmen kann und auch genommen hat. « >>> weiterlesen...

Von allen Metaphern befreit
Wenn man die Arbeiten des Künstlers Bernd Hering betrachtet, die derzeit im zweiten Flur des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kultur ausgestellt werden, fallen zwei Sachen auf: Es gibt nur ein Sujet – Landschaften –, und es tritt eine erstaunliche Vielfalt zutage, fast schon, als würde es sich nicht um ein und denselben Künstler handeln. >>> weiterlesen...

Metaphysik der Oberfläche
Im Umgang mit den Arbeiten von Bernd Hering muss man sich Zeit lassen. Sie werben nicht. Sie widersetzen sich modischen Geschmackserwartungen. Es gibt kaum ein Werk von ihm, das nicht unmittelbar mit der Natur zusammenhängt, von Landschaften, Figuren, Dingen (Steinen, Felsformationen) hervorgerufen und in Gang gebracht worden ist. Hätte das Wort »Realismus« noch einen Sinn, Hering wäre als Realist zu bezeichnen. >>> weiterlesen...

Aphorismen
Er ist zeitlos. Es ist nicht vorstellbar, dass er älter wird. >>> weiterlesen...


Hering 1995